Es weiß keiner,
was das Morgen bringen wird,
warum wir gewisse Dinge tun,
und wofür,
aber ich wußte niemals genauer,
was Du hier bei mir machtest,
an meiner Seite,
neben mir ...

Nun aber ist es vorbei,
durch nichts und niemanden mehr aufzuhalten,
ich verwünsche meine Gefühle ein weiteres Mal,
schlucke den Schmerz tief hinunter,
eine letzte Berührung,
ein letzter Hauch deines Perfumes,
ein letzter Blick auf Dich,
durch die offne Tür ...

Jetzt bin ich also doch aufgewacht,
aus den süßesten Träumen,
seit ewig langer Zeit,
damals schwörte mir,
niemals wieder die Augen zu öffnen,
wollte festhalten,
mich wehren wie noch nie zuvor,
ein tapferer Kampf,
gegen die Widrigkeiten des Lebens,
den ich schließlich doch verlor ...

Wie seltsam leer,
mir meine Wohnung auf einmal erscheint,
neulich noch voller Wärme,
strahlt sich jetzt nur noch Kälte aus,
kein Laut ist zu hören,
außer meinem Herzschlag,
lauter und immer lauter,
wie tausend Trommeln im Takt,
die Dich rufen,
Deine Nähe suchend,
falle ich schließlich auf mein Bett,
und in einen unruhigen Schlaf,
Gedanken drehen sich im Kreis,
morgen werde ich erwachen,
warum so und nicht anders,
warum ist es schwer,
einfach glücklich zu sein,
und warum bezahlt man dafür,
eigentlich einen so hohen Preis ?

Copyright: Achim Tober